Das Buch, dass in den
 MLM hineinsehen läßt



 ... 1.000 Menschen
   sind nicht genug

Der Autor

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Uwe Sonnabend
Uwe ist kein “Günter Wallraff”
Er wurde gesponsert und machte sich auf den Weg nach ganz, ganz oben.
Bald war Amway sein Lebensinhalt
Entgegen vieler Warnungen war er überzeugt eine große Organisation aufzubauen von der er gut leben könnte.
Nach außen sah alles gut aus:
Profit Sharing DD (Platin), dann Rubin. In erster Linie 3 DDs, in der Tiefe bereits einen.

schloss

Eine Organisation, die auf den Berateranträgen über 3.000 Menschen vereinte, entstand in etwas über drei Jahren Amway Aktivitäten. Davon wurde allerdings nur ein Bruchteil aktiv. Aus der Organisation entstand ein Beraterpaar, dass sich sogar einmal zum EDC-Diamanten qualifizierte. Zahlreiche Einrichtungen wurden geschaffen: Das regelmäßige offene Haus bei den DDs, es war zwar nicht neu, aber andere waren gerade dabei es abzuschaffen. Das TaT - Teamwork am Telefon. Das Startertreffen, das HUP - Haushaltsumstellungspacket - und vieles mehr. Es gab sogar eine monatlich erscheinende Organisationszeitschrift und eigene Seminare zu dessen Teilnahme man sich qualifizieren musste.
Auf unserem offenen Häusern hatten wir “hochkarätige” Gäste: Die Krone-Familie Strachowitz, Kronenbotschafter Max und Marianne Schwarz aber auch die Diamanten Zwetko. Nur die Müller-Meerkatz liessen sich betteln und wollten nicht kommen. Dafür erhielt unsere Gruppe auf dem Seminar in Österreich ein eigenes Treffen am Zimmer mit den Kronenbotschaftern.
Auf einem Jahresball in Ulm sangen wir vor ca. 6.000 Zuhörern ein Lied. Live begleitet von einer Band. In Bayern und Baden-Württemberg hielten wir zahlreiche Schulungen auf den Schulungszentren.
An einem Abend, kurz vor unserer Rubinehrung durften wir über ein Dutzend neue 15 und 18 Prozenter auf einer Schulung ehren. Die DD Organisation Sonnabend hatte sich einen Namen gemacht.

Die Geschichte erschien mir so interessant, dass ich sie aufschrieb. Zunächst sollte es gar kein Buch werden. Als die Zeilen dann aber Formen annahmen schickte ich das Manuskript an verschiedene Verlage. Daraus wurde der geliehene Traum.

Im Buch habe ich den Namen Amway vermieden. Ich bin überzeugt, dass es egal ist wie die Firma heißt. Vom Prinzip funktionieren sie gleich. Es werden Organisationen aufgebaut an deren Umsatz man irgendwie mitverdient. So kann meine Geschichte vermutlich in einer Vielzahl MLM Systeme spielen.
Begeistert hat mich die Vielzahl an Menschen, die plötzlich alle Freunde waren - enttäuscht wurde ich, als diese Freundschaften genau so schnell wieder beendet wurden wie sie geschlossen waren.
Das haben wir immer wieder erlebt und dieses Phänomen machte auch nicht vor den Oberen halt.

Erschreckend ist im Nachhinein wie leicht Menschen manipuliert werden können. Die glauben so fest an das System, dass sie sich dafür selbst aufgeben. Wir waren da nicht anders. Dieser Traum, das Vertrauen in die Oberen ist so tief verwurzelt und lässt keine Zweifel am Gelingen zu. Selbst wenn man schon finanziell ruiniert ist - an diesem Grashalm, an diesen Freundschaften wird festgehalten.
Für ein Unternehmen, einen Konzern, ein Traum. Fast kritiklos werden die Produkte angenommen, verbraucht und natürlich bezahlt.

Die schlimme Zeit kommt erst nach Amway. Wenn die Einsicht reift. Viele suchen die Schuld bei sich selbst, so wie man es auf den Seminaren gelernt hat.
Doch nach etwas Nachdenken kommt die Zeit in der man anfängt zu verstehen in welch genialem System man da eigentlich gefangen war.

Ich habe versucht mit diesem Buch meine Geschichte so zu erzählen, dass man das System vorher durchschaut. Vielleicht ist der ein oder andere anschliessend emotional nicht mehr so anfällig.