Das Buch, dass in den
 MLM hineinsehen läßt



 ... 1.000 Menschen
   sind nicht genug

Alternativen

Was war nach Amway?

Zunächst brach eine Welt zusammen...

Wer nie in ein solches Netzwerk eingebunden war wird es vielleicht nie wirklich verstehen.
Da stellen sich dem Aussenseiter viele Fragen:
Wo waren all die Freunde geblieben?
Was ist mit der Familie?
Wie sah es finanziell aus?
Wie hat Amway sich verhalten?
Gab es Versuche mich zurück zu holen?
Wie hoch war der Preis für diesen Traum?

Gibt es Alternativen zu einem solchen Vertriebssystem?
Ich bin überzeugt, es gibt sie. Habe ich einen gefragten Beruf erlernt ist es keine Frage. Als gelernter Flugzeugbauer (Alpha Jet, Airbus, Ariane usw.) habe ich mich entgegen meiner Ausbildung für den öffentlichen Dienst entschieden und bin dort über all die Jahre gut gefahren. Als Arbeiter angefangen wechselte ich vier Jahre später in die einfache Beamtenlaufbahn. Weitere drei Jahre später entschied ich mich für eine 2-jährige Ausbildung in den mittleren Dienst. 15 Jahre später bekam ich die Gelegenheit, verbunden mit einer weiteren 2-jährigen Ausbildung, in die Laufbahn des gehobenen Dienst zu wechseln.
Nein, eine Karriere ist dies aus meiner Sicht nicht. Es sind nachgeholte Versäumnisse aus meiner Vergangenheit.
Dazwischen lagen selbständige Jahre die ich mit meiner Frau meisterte. Eine tolle und ereignisreiche Zeit. Reich sind wir nicht geworden - oder doch? Wir haben viel mitgenommen an Erfahrungen. Natürlich hatten wir auch Zeiten in denen wir richtig gut Geld verdienten. Aber es gab auch magere Jahre.
Wir haben so viele Menschen kennengelernt und durften so vieles erleben. Wir haben gesehen, dass nichts leicht erreicht wird, dass man alles besser machen muss. Und wir haben gesehen wie andere, scheinbar geschenkt durchs Leben gehen. Den paar wenigen denen es in den Schoß fällt - die uns vormachen wie leicht es ist viel Geld zu haben, teure Autos zu fahren ohne einer geregelten Arbeit nachzugehen, denen wird alle Bewunderung zuteil und man möchte so gerne tauschen. Aber die Wirklichkeit ist anders. Wenn der Wohlstand nicht geerbt oder geschenkt wurde, dann hilft nur Füße unter den Arm und anfangen - oder die schiefe Bahn - aber die endet meist tragisch und ist nur von kurzer Dauer.
Darauf stellt sich die Frage nach dem was. Zuviele warten auf die geniale Idee - etwas was alle brauchen, etwas was noch nie da war...
Vergessen sie das. Autos sind schon erfunden, Computer gibt es auch schon. Ein Buch schreiben? Ja, das ist doch schon einmal ein Anfang. Sie denken da an Harry Potter oder so? Wenn Sie das Talent haben legen Sie los. Doch das Schreiben alleine macht Sie nicht reich. Da müssen andere Kriterien erfüllt werden. Aber das sei mal dahingestellt. Ein erster Schritt ist es. Können Sie singen? Dann vielleicht “Deutschland sucht den Superstar”? Wenn Sie da nach oben kommen gehören Sie auch zu einer ganz kleinen Elite. Für einen kurzen Augenblick. Die Zeiten der Traumkarrieren von Beatles, Elvis oder Michael Jackson sind vorbei. Vielleicht kommen sie ja wieder. Nein, ich will Ihnen auch hier den Mut nicht nehmen. Alternativ könnten Sie aber auch Kronenbotschafter bei Amway werden.
Ich habe eine ganz einfache und simple Erfahrung gemacht: Wenn man viele Wege hat und sich nicht entscheiden muss, dann ist man schwer im Nachteil. Gibt es aber nur einen Weg und man kann sich gar keine Gedanken machen, dann klappt es um einiges besser. Das heißt volle Energie in ein Ziel. So klappt das vermutlich auch mit dem Tellerwäscher zum Millionär.
Was Sie auf gar keinen Fall tun sollten ist sich Zuhause vor den PC setzen um die Zeit tot zu schlagen oder in den Fernsehen schauen, ALG II beantragen und auf die Welt schimpfen. Gehen Sie aus sich heraus. Singen Sie meinetwegen den Leuten auf der Strasse was vor. Vielleicht bezahlen die wenigstens damit Sie aufhören.. Nein ich will viele Situationen nicht schönreden oder herunter spielen. Da gibt es Millionen von Lebensgeschichten die so unterschiedlich und zum Teil von den Betroffenen nicht mehr aus eigener Kraft zu bewältigen sind. Aber auch hier wird Amway nicht die finanzielle Lösung werden.
Ich finde es sehr wichtig zunächst einmal das träumen aufzuhören. Das heißt nicht keine Ziele zu haben. Erst einmal die eigenen Möglichkeiten, die tatsächliche Situation, seine Fähigkeiten und Neigungen zu klären. Dazu muss man nichts erfinden. Wenn hier etwas gefunden wird, dann kann man sich auf den Weg machen. Dabei darf man nicht vergessen: Die Welt dreht sich nicht um mich - nein, ich muss mich mit der Welt drehen. Da wird keiner kommen und mir den Arbeitsplatz, die Schule oder die Ausbildung vor meine Wohnung bauen. - Ich muss dahin gehen.

Genau so wenig wird man mich bei Amway zum Kronenbotschafter machen - heute nicht einmal mehr zum Platin.